Unsere neue Sozialarbeiterin Tanja Gutbier im Interview „Ich möchte für die Menschen ein Kompass in schwierigeren Zeiten sein“ KSG Sozialmanagement Bereits in der vergangenen Aus- gabe unseres Magazins haben wir unsere neue Sozialarbeiterin Tanja Gutbier vorgestellt – aller- dings nur mit wenigen Sätzen. Dieses Mal möchten wir sie ausführlicher zu Wort kommen lassen, denn sie hat sich viel vor- genommen. Im Interview erzählt die 50-Jährige, die seit dem 1. Oktober 2025 für uns tätig ist, von ihren Aufgaben und Zielen bei der KSG. Zur Person Tanja Gutbier (50) ist gelernte Rechts- anwaltsfachangestellte und arbeitete fast 25 Jahre als Sozialpädagogin in der Kinder-, Jugend- und Familien- hilfe in Siegen und Umgebung. Sie ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und geht in ihrer Freizeit ihrer Leidenschaft nach, dem Tanzen. Frau Gutbier, wie waren die ersten Monate bei der KSG? Schon die Orientierungs- und Einarbeitungszeit war spannend. Jetzt möchte ich Schritt für Schritt gemeinsam mit den Mieterinnen und Mietern eine vertrauensvolle Zusam- menarbeit aufbauen und weiterentwickeln. Das Ziel der KSG, aber auch mein persön- liches Ziel ist es, bei besonderen Herausforderungen oder Fragestellungen, die nicht nur das Mietverhältnis oder die Wohnung betreffen, als Ansprechpartnerin zu dienen. Ich möchte gemeinsam mit den Menschen einen passenden Lösungsweg finden, ein offenes Ohr für sie haben und ein Kompass in schwierigeren Zeiten sein. Wie wollen Sie das erreichen? Ich biete an verschiedenen Standorten offene Sprechstunden an. Nach vorheriger Ter- minabsprache sind auch Hausbesuche möglich. Spontan kommen mir hier Stichworte wie „verschwiegene Zuhörerin“, „Rat & Tat“ und „gemeinsam statt einsam“ in den Sinn. Welche Themen könnten Menschen, die zu Ihnen kommen, auf dem Herzen haben? Zum Beispiel, wenn es darum geht, bei der Regulierung von Mietrückständen zu hel- fen, die Mediation bei Nachbarschaftskonflikten zu begleiten beziehungsweise zu über- nehmen, ambulant niederschwellig zu beraten oder an speziellere Beratungsangebote anzubinden. Die Kolleginnen und Kollegen bei der KSG nehmen meine Unterstützung ebenfalls gerne in Anspruch, wenn Mieterinnen und Mieter in diesen und ähnlichen Angelegenheiten auf sie zukommen. Was haben Sie sich außerdem vorgenommen? Der KSG und mir ist es ebenfalls wichtig, die Menschen in den Seniorenanlagen der KSG gut versorgt zu wissen. Eine weitere Herzensangelegenheit ist für mich, eine aktive Gemeinschaft zu entwickeln. Ich habe begonnen, mit Menschen, Institutionen, Organi- sationen und Vereinen Kontakt aufzunehmen, um in den KSG-Gemeinschaftsräumen möglichst bald interessante Angebote zu realisieren. Ich hoffe auf viele Ideen, und viel- leicht möchten auch einige Bewohnerinnen und Bewohner ein Angebot wie Kochen, Skat, Schach oder Pen-and-Paper-Rollenspielgruppen ehrenamtlich begleiten. Haben Sie darüber hinaus Pläne? Ich habe zur Uni in Siegen Kontakt aufgenommen, um mich im Bereich „Sozialraum“ bzw. „Quartiersentwicklung“ unterstützen zu lassen. Ich hoffe, dass es zu einer gezielten Projektzusammenarbeit kommt, die das Quartier im Wenscht belebt und bereichert. KSG Sozialmanagement Neuer KSG-Service seit Anfang April Hausbesuche für Senioren Wenn Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, bereits die 70 überschritten haben, dann haben Sie in den vergangenen Wochen vielleicht schon Besuch von Tanja Gutbier erhalten. Diese Hausbesuche sind ein besonderer Service unserer neuen Sozialarbeiterin für Seniorinnen und Senioren, die bei der KSG wohnen. Tanja Gutbier möchte mit ihren Besuchen älteren Menschen die Möglichkeit geben, sie und ihre Angebote kennenzuler- nen sowie persönliche Wünsche und Fragen zu besprechen. Bei der Gelegenheit bietet es sich ebenfalls an, die bei der KSG hinterlegten Notfallkontakte zu aktualisieren, um schnell hel- fen zu können. KSG Siegen // wohnen aktuell / 58 7